Nach der Krisis, die das Volk der Rapanui in Stammeskämpfe stürzte, reorganisierte sich die Inselgemeinschaft durch den Kult des Vogelmenschen. Jede Familie schickte einen ihrer Männer, der das Oberhaupt ihrer Linie repräsentierte, um bei der kühnen Suche des Eies des Manutara, eines zugewanderten Vogels, der auf den naheliegenden Inseln nistet, zu konkurrieren. Sie kannst du von dem zeremoniellen Dorf von Orongo aus sehen. Hier mussten die Wettstreiter an der Steilküste hinuntersteigen und bis zur Insel Motu Nui schwimmen – manchmal sogar zwischen Haien hindurch. Sie versuchten das erste Ei des Vogels zu entdecken und es intakt nach Orongo zurückzubringen, um es dem König auszuhändigen. Wer es schaffte, als Erster das Heldenstück in einer guten Zeit zu vollbringen, wurde zum Tangata Manu (Vogelmensch) erkoren und erwarb somit spezielle Privilegien für seinen Stamm.
Das zeremonielle Dorf ist zusammengesetzt aus einer Einheit von 53 konstruierten Häusern mit flachen Steinen, aber es gibt in ihm auch Felsen mit Malerein, die die Fruchtbarkeit, den Vogelmenschen und den Make Make, die große Gottheit der Rapanuikultur symbolisieren.
Um nach Orongo zu kommen, muss man den verpflichteten Pass des Kraters des Vulkans Rano Kau nehmen, der einen Durchmesser von 1,6 km und eine Tiefe von 200 Metern hat. Dessen Form über dem Meer überwältigt einfach. Im Inneren des Kraters liegt eine Lagune und dank seines einzigartigen Mikroklimas ein natürliches Gewächshaus mit den Arten Mahute, Helechos, Makoi, Nahe Nahe uvm. Definitiv ein Ort, um zu sich zu finden.
| Las Cavernas | Moais | |

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