Das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Valparaíso,ist das Herzstück der kulturgeschichtlichen Zielorte Chiles. Bis zur Eröffnung des Panama-Kanals, mit der die Schiffe aufhörten, durch die Magellanstraße. vom Atlantik zum Pazifik überzusetzen, war es der für den internationalen Handel bedeutendste Hafen des südlichen Pazifiks. Aus dieser Zeit wirtschaftlicher Blüte bestehen noch einige Gebäude von architektonischem Wert (Banken, Institutionen und die Wohnhäuser der wohlhabenden Besitzer der Salpetervorkommen des Nordens), wie auch die alten Schrägaufzüge, welche noch immer ein Transportmittel für seine auf den Hügeln lebenden Einwohner darstellen. Die malerischen, an den Hügeln zu hängen scheinenden Häuser, die engen Gassen und Treppen, die farbenfrohen Wandmalerein der Straßen, die Schifferkneipen und Bohème-Cafés sind die Attraktionen dieses alten und leicht angewelkten Hafens, der mit seinen schönen Aussichtspunkten, sich zu einem der von den Reisenden favorisierten Zielorte entwickelt hat.
Das Zentrum von Santiago ist ein weiterer Ort von historischer Relevanz, dessen Besuch sich lohnt, wobei der Regierungspalast La Moneda, die Plaza de Armas mit ihren kulturgeschichtlichen Gebäuden, die Kathedrale, die Museen, die alten Restaurants und die Kolonialhäuser, einschließlich der Residenz in der die Unabhängigkeit erklärt wurde, einige seiner nicht zu versäumenden Attribute darstellen.
Im Süden bewahren Städte wie Valdivia, Osorno, Puerto Montt sowie nahe gelegene Ortschaften wie Frutillar und Puerto Octay das aus großen Holzhäusern bestehende architektonische Vermächtnis des 19. Jahrhunderts, welches auf die deutschen Einwanderer der Gegend zurückgeht.
Das Rohstoffland Chile hütet noch immer die Spuren bereits geschlossener Bergwerke und Minenvorkommen, wie die in der Nähe von Iquique und Antofagasta, angesiedelten ehemaligen Salpeterstädte, den bei Concepción, unter dem Meeresgrund gelegenen Kohlestollen von Lota wie auch die sich in der Umgebung von Rancagua befindene und zum Weltkulturerbe ernannte Bergarbeitersiedlung Sewell, Die in Städten wie Iquique und Antofagasta vorzufindene Architektur vermittelt einen Eindruck vom Glanz des Salpeter-Booms in Chile.
In Lota fungieren die ehemaligen Minenarbeiter nun als Touristenführer auf dem Rundgang durch den unter dem Meeresgrund gelegenen Kohlestollen und berichten von der Geschichte einer glanzvollen Zeit, die sich heute in den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Prunkbauten und Parks der Gegend, welche ebenfalls besichtigt werden können, widerspiegelt.
Sewell, die Geister- und Minenstadt, welche ehemals 15 Tausend Arbeiterfamilien einer Kupfermine beheimatete, erhebt sich mit ihren bunten Häusern an einem steilen Hang inmitten der Andenkordillere. Es gibt organisierte Rundgänge, die von der Geschichte dieses historischen Fleckchens erzählen.
Die Insel Chiloé, stellt mit ihren auf Stelzen über dem Wasser errichteten Häusern, die Palafitos genannt werden, und vor allem aufgrund seiner 60 ab dem 18. Jahrhundert gebauten Holz-Kirchen einen Zielort dar, den zu besuchen, man nicht verpassen darf. Der architektonische Stil der von den religiösen Orden, vor allem den Jesuiten, mit Hilfe der Gemeinden der indigenen Ureinwohner errichteten Kirchen, ist einzigartig auf der Welt und 16 von ihnen wurden durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
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